Wie wirkt das Cannabinoid im Menschlichen Körper?

27.10.2017 12:02

CBD - Wie wirkt es im Körper?

Welche Cannabinoid Arten gibt es?

Cannabinoide sind verschiedene organische chemische Verbindungen, die auf die Cannabinoid Rezeptoren des menschlichen Körpers wirken.
Es gib zwei Arten von Cannabinoiden – Endocannabinoide und Phytocannabinoide.

Wie unterscheiden sich die beiden Arten?

Die Endocannabinoide sind diese, die der menschliche Körper selbst produziert und die Phytocannabinoide kommen nur in der Pflanzlichen Welt vor.
Die Herausragenden Cannabinoide sind die Phytocannabinoide, dazu zählt auch das Cannabidiol (CBD).

Das Cannabidiol hat keinerlei psychoaktive Wirkung, ist in den meisten Ländern auf der Welt legal (unter anderem auch in Deutschland).
Durch die zahlreichen positiven Wirkungen auf den menschlichen Körper wird das Cannabidiol oft in der Schmerztherapie oder zur Bekämpfung anderer Krankheiten eingesetzt. Das Cannabidiol (CBD) ist mit dem Tetrahydrocannabidiol (THC) der bekannteste Wirkstoff der Hanfpflanze. Die Hanfpflanze enthält mitunter mindestens 83 weitere Cannabinoide, die sich mit deren Wirkungen unterscheiden.

Ist die Hanfpflanze die einzige, die Cannabinoide produziert?

Bis vor kurzem war man fest der Überzeugung, dass die Marihuana Pflanze (Hanf) die einzige Pflanze sei, die Cannabinoide produziert.
Im Jahr 2012 wurde diese Meinung jedoch widerlegt. Man entdeckte, dass die Flachssamen (Leinsamen) auch in der Lage sind, Cannabidiol, oder zumindest CBD ähnliche Stoffe zu produzieren. Diese Stoffe wirken, wie das CBD stark entzündungshemmend und werden zurzeit noch genauer erforscht.

Auch eine ältere Studie deutet darauf hin, dass der Stoff Cannabigerol (CBG) und sein Vorläufer Cannabigerol-Säure (Cannabigerol Acid – CBGA) in einem südafrikanischem Kraut enthalten sind. Auch wurde 2011 nahegelegt, dass das chinesische Rhododendron Cannabichromen (CBD) und andere verwandte Stoffe enthält.

Man ist sich heutzutage auch darüber hinaus einig, dass die neuseeländische Leberblume einen ungewöhnlichen Cannabinoidtypen produziert.
Dieser Stoff ist auch als Perrotteinensäure bekannt und ähnelt dem THC der Marihuana Pflanze. Perrotteinensäure wird bislang genauer erforscht, da man die Vermutung hat, dass die Säure den CB1-Rezeptor ansprechen könnte. Sollte das der Fall sein, ist der Cannabinoidtyp der einzige weitere bekannte Pflanzenstoff in der Natur, der dazu in der Lage ist.

Ohne weiteres ist man sich bis heute einig, das Tetrahydrocannabidiol (THC) von keiner anderen Pflanze als dem Cannabis produziert wird.

Cannabinoid Rezeptoren

Das menschliche Gehirn enthält mehr Cannabinoid Rezeptoren als andere Arten. Anders ausgedrückt, Cannabinoid Rezeptoren sind die häufigsten Rezeptoren im menschlichen Gehirn.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Cannabinoid Rezeptoren – CB1 und CB2.

Die CB1 Rezeptoren sind hauptsächlich im Gehirn nachgewiesen, währen man die CB2 Rezeptoren im Immunsystem, meist in der Milz nachweisen kann.  CB2 Rezeptoren sind für die Immungrundfunktion des Körpers verantwortlich. Die Cannabinoide der Marihuana Pflanze beeinflussen die CB1 und die CB2 Rezeptoren und die Vitalen Funktionen des menschlichen Körpers.

Die wichtigsten Cannabinoide

Cannabinoide aus der Pflanze sind vor allem im Harz zu finden, welcher die Hanfblüte schützt. Wie erwähnt, sind das Cannabidiol (CBD) und das Tetrahydrocannabidiol (THC) die bekanntesten Cannabinoide der Cannabispflanze. Dementsprechend sind diese Stoffe auch am meisten erforscht. In Deutschland werden diese Stoffe seit kurzem auch in der Medizin erfolgreich eingesetzt. Jedoch gibt es hier Schwierigkeiten, da das THC stark psychoaktiv wirkt und das Bewusstsein temporär verändert. Das CBD jedoch wirkt stark schmerz- und entzündungshemmend und zeigt keinerlei Psychoaktivität.

Das CBD beeinflusst nicht die CB1 Rezeptoren, verhindert aber, dass dieser von anderen Substanzen aktiviert wird. Anders, es blockiert die CB1 Rezeptoren und schützt diese.

Das CBD wirkt nachweißlich gegen Krämpfe, Entzündungen, Angst und Übelkeit.

Auch hemmt das Cannabidiol das Wachstum von Krebszellen. In THC schwachen Pflanzen tritt das CBD in einer erhöhten Menge auf, was der Grund dafür ist, dass man zur Extrahierung des Wirkstoffs auch Cannabis Sativa nutzt, da es schwach an THC aber stark an CBD ist.

Schlusswort

"In strikter medizinischer Hinsicht ist Marihuana weit sicherer als viele Lebensmittel, die wir häufig konsumieren. Beispielsweise kann das Essen von 10 rohen Kartoffeln zu einer toxischen Reaktion führen. Im Vergleich dazu ist es physikalisch unmöglich genügend Marihuana zu essen um zum Tode zu führen. Marihuana in seiner natürlichen Form ist eine der sichersten therapeutisch wirksamen Substanzen, die der Menschheit bekannt ist. Nach jedem Maßstab rationaler Analyse kann Marihuana innerhalb der überwachten Routine der medizinischen Versorgung sicher verwendet werden." - Francis Young (DEA Verwaltungsrichter - 1988)


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